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26.08.2020


In 3 Tagen zum Experten für Bildverarbeitung - Ihr Einstieg in die industrielle BV

Die Bildverarbeitung ist eine industrielle Schlüsseltechnologie, welche die flexible und sichere Produktion von hochwertigen Gütern erlaubt. Dies wird sich im Rahmen von Industrie 4.0 noch weiter verstärken: 100%-Kontrolle von Produkten oder Verarbeitungsschritten, Optimierung von Prozessparametern auf Basis visueller Inspektion, automatisierte Handhabung mittels Robotik, Mensch-Maschine-Kollaboration, Verbesserung der Produktivität und Flexibilität in der Fertigung. Stehen Sie vor der Herausforderung Bildverarbeitung einzusetzen und möchten daher fundiert in das Thema einsteigen? Dann vermittelt Ihnen dieses Seminar das notwendige Wissen, sensibilisiert auch für mögliche Herausforderung oder Schwierigkeiten und zeigt Ihnen die vielen neuen Möglichkeiten der Bildverarbeitung auf.

 

Sie planen ein Projekt im Bereich der Bildverarbeitung?

Sie benötigen mehr Grundverständnis zum Themengebiet Bildverarbeitung?

Sie wünschen sich eine umfassende Einführung in die digitale Bildverarbeitung?

Dann sind sie mit der hier angebotenen Schulung genau auf dem richtigen Weg!

 

Die Schulung bietet eine ausführliche Einführung in folgende Themenbereiche:

  • Kameratechnik, Objektive, optische Filter, Beleuchtungen, 3D-Sensoren, Lieferanten
  • Auslegung von Kamerakontrollsystemen für typische Anwendungsfälle
  • Auswertung von digitalen Grauwertbildern und Farbbildern
  • 2D- und 3D-Verarbeitung von Bildern inkl. Messtechnik
  • Erstellung von Lastenheft/Pflichtenheft und Durchführung der Systemabnahme

Die 3-tägige Schulung richtet sich an technisch interessierte Personen, z.B. aus den Bereichen Qualitätssicherung, Planung, Produktion, Konstruktion, Automatisierung aber auch an Personen in leitender Position. Grundkenntnisse zur BV sind nicht erforderlich.

Die Wissensvermittlung ist als Vortrag mit Beispielen und Erfahrungen aus der Praxis gestaltet. Die Teilnehmer sind eingeladen, Fragen zu Ihren eigenen Aufgabenstellungen einzubringen und offen zu diskutieren.

 

 

Referent:

Dipl.-Ing. (DH) Oliver Seebach – Vision-Seebach Unternehmensberatung Hamburg

 

Hr. Seebach startete vor über 30 Jahren in der Bildverarbeitung und war zwischenzeitlich als Dozent für digitale Bildverarbeitung tätig. Lange Zeit arbeitete er als Softwareentwickler und Projektleiter für kundenspezifische Lösungen bei verschiedenen Unternehmen der BV-Branche. Details zum Profil finden Sie hier.

 

Ort:

Die 3-tägige Schulung findet wahlweise in ihrer Firma statt oder in einem Tagungsraum in Hamburg.

Es sind maximal 5 Teilnehmer pro Termin möglich.

 

Kosten:

500€ pro Person und Tag zzgl. MwSt. Die Veranstaltung kann ab 2 Personen stattfinden. Verpflegungskosten und Übernachtungskosten der Teilnehmer sind nicht enthalten. Bei der Zimmersuche in Hamburg unterstütze ich gerne. Ab drei Teilnehmern aus der selben Firma erstelle ich gerne ein rabattiertes Angebot.

 

Termine:

Auf Anfrage. Bei Interesse öffne ich einen Doodle mit Terminvorschlägen zur schnellen Koordination.

30.06.2020


So geht Shape-from-Shading – aber richtig

Beispiel: Pharmazeutische Verpackung mit Brailleschrift. Links Texturbild, rechts Höhenbild

 

Oberflächen müssen in zahlreichen Produktionsprozessen nach Defekten wie Kratzern, Pickeln, oder Verschmutzungen überprüft werden. Mit der richtigen Beleuchtung, Beleuchtungssteuerung und Software gelingt das auch zuverlässig.

 

In diesem Artikel soll ein spezieller Shape-From-Shading-Ansatz vorgestellt werden, der zur Lösung von Aufgabenstellungen der Oberflächenkontrolle von bewegten Objekten eingesetzt werden kann.

 

Gegeben sei eine Beleuchtung, die eine Oberfläche aus vier verschiedenen Richtungen getrennt beleuchten kann. Nimmt man vier Bilder derselben Oberfläche mit jeweils einer anderen Beleuchtungsrichtung auf, dann erhält man pro Bild einen Schattenwurf mit entsprechender Schattenrichtung an Erhebungen und Vertiefungen der Oberfläche. Verrechnet man die vier Eingangsbilder in geeigneter Weise, dann können aus den künstlich erzeugten Ausgangsbildern detaillierte Informationen über die Beschaffenheit der Oberfläche gewonnen werden.

 

Unter anderem erkennt man deutlich Kratzer, Pickel, Lunker, Risse, Verschmutzungen, Grate und andere Oberflächendefekte. Neben reinen Texturinformationen stehen eine Vielzahl von Informationen zur Topologie der Oberfläche zur Verfügung. So lassen sich Texturfehler wie Flecke und Rost leicht unterscheiden von Topologiefehlern wie Poren und Kratzern. Je stärker die Oberfläche von Texturinformationen überzogen ist, umso mehr verblüffen die Topologiebilder, die von der Textur nicht beeinflusst werden.

 

Wählt man bei geeigneter Beleuchtungsstärke eine sehr kurze Belichtungszeit, dann muss das Objekt während der Bildaufnahmen nicht stillstehen, sondern kann in der Bewegung aufgenommen werden.

 

Bei einer Belichtungszeit von z.B. 10 Mikrosekunden, kann die Beleuchtung mit einer Frequenz von 100kHz umgeschaltet werden. Inzwischen gibt es Zeilenkameras, die Zeilen mit dieser Frequenz aufnehmen können. So sind dann vier aufeinander folgende Zeilen jeweils aus einer der vier Beleuchtungsrichtungen beleuchtet und können zu vier getrennten Eingangsbildern auseinander kopiert werden. Eine Oberflächenkontrolle im Durchlauf wird möglich.

 

Wir haben auf Basis dieser Technologie bereits in einigen Projekten erfolgreich beraten. Hierzu zählen: Stanzteilkontrollen auf Kratzer, Rost und Geometriefehler; Eine Kontrolle von Stahlstangen auf Poren und Chromfehler; Die Kontrolle von Tiefziehteilen auf Spanabdrücke; Eine Kontrolle von Planflächen auf Randfehler und Lunker.

 

Sollen auf diese Weise Teile auf einem Glasdrehteller gleichzeitig von oben und unten im Durchlauf kontrolliert werden, dann lassen sich die Beleuchtungen in ortsgleicher Anordnung so synchronisieren, dass sie sich gegenseitig nicht stören.

 

Ob auch Ihre Anwendung so gelöst werden kann, können wir gerne gemeinsam und unverbindlich erörtern.

 

21.09.2019


Vielfliegerjahr 2019 mit 2x China - vermutlich noch vor Corona

2019 war für mich und einige Marktbegleiter ein Vielfliegerjahr. Unter anderem sah ich China mal wieder, wo ich seit 2001 nicht mehr war und wo sich in den letzten 20 Jahren enorm viel verändert hat.

 

Reisebeginn ist stets Hamburg - Hier der Hafen, die Elbe und die Alster von oben.

 

Wenn ich bei Langstrecke die Wahl habe zwischen dem A380, dem A350 und dem B777 Dreamliner, dann ziehe ich letzteren vor, weil dort die Businessclass einfach ein klein wenig komfortabler ist. Im Bild die Ausstattung der China Air. Als Lokalpatriot mit Airbus in Finkenwerder vor der Haustür müsste ich ja eigentlich Airbus bevorzugen.

 

In China ging es zunächst nach Dalian, einer überschaubaren Millionenstadt, die bei Chinesen als Urlaubsort sehr beliebt ist. Dalian befindet sich am Gelben Meer unweit der Grenze zu Nordkorea. Erfolgreiche Vorabnahme von sieben kameraüberwachten Montagestationen für Automatikgetriebe.

Ein paar Monate später stand Shanghai auf dem Programm. Der Einsatz endete für mich mit unvergesslichen Eindrücken und der Abnahme von insgesamt 10 kameragestützten Stationen zur Montagekontrolle von Automatikgetrieben.

 

Auch die Zentralschweiz war schön. Hier durfte ich mir neben dem Alpenpanorama die Qualität von Spritzgussteilen ansehen.

Stockholm mal vom Wasser aus zu umrunden war noch spannender als die Vermessung von Polymerteilen.

Selbst die Steiermark ist über Wien recht zügig erreichbar von Hamburg aus. Und dort wird ganz hervorragender Stahl verarbeitet - natürlich mit kameragestützter Qualitätskontrolle.